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| The Vital Importance of the Donation System for the Burmese=Die lebenswichtige Bedeutung des Gaben-Systems für die Birmanen | ||
| 作者 | Kell, Gulla A. (著) |
|---|---|
| 出處題名 | Sociologus |
| 卷期 | v.9 n.2 |
| 出版日期 | 1959 |
| 頁次 | 131 - 149 |
| 出版者 | Duncker & Humblot |
| 出版者網址 | http://www.duncker-humblot.de/ |
| 資料類型 | 期刊論文=Journal Article |
| 使用語言 | 英文=English |
| 摘要 | 85 % der Birmanen sind Theravādin, Angehörige einer der ältesten Formen des Buddhismus. Die totale materielle Versorgung der Gemeinschaft der Theravāda-Mönche durch die Laien wirft die Frage nach der Gegenleistung auf. Vom westlichen Standpunkt betrachtet besteht sie in den wenigen Funktionen, die der Mönch im Leben des Laien ausübt: Darlegung der Lehre und Unterweisungen in geistigen Übungen, vorübergehende Aufnahme von Laien in die Gemeinschaft und Rezitieren von Schutz spendenden Lehrreden. Für den Birmanen sind das jedoch keineswegs Gegenleistungen, sondern nur Anlässe zum Geben. Entsprechend der Lehre des Buddha hat er die Gewißheit, daß seine gegenwärtige Lebensspanne das Resultat jener Kräfte ist, die durch Willensakte in vergangenen Lebensspannen ausgelöst wurden und durch deren ethischen Wert oder Unwert gegenwärtige Freuden oder Leiden des Lebens bedingt worden sind. Da der Wille die Freiheit hat zwischen verschiedenen Möglichkeiten zu wählen, schafft sich der Mensch von Lebensspanne zu Lebensspanne sein eigenes Glück oder Unglück. Die Reihenfolge der Lebensspannen kommt aus der unendlichen Vergangenheit. Als Ganzes gesehen ist sie der Prozeß des Werdens und Vergehens, dessen Verlauf einem Naturgesetz entspricht, in das kein „höheres Wesen” oder Prinzip eingreifen kann. Der Prozeß ist weder auf Zweck noch Ziel gerichtet. Das Werden und Vergehen von Glück und Unglück ist das universelle Leiden aller Lebewesen. Durch das Verlöschen der Existenz-produzierenden Willenskräfte kann der Prozeß zum Stillstand gebracht werden, das ist jedoch nur für ein Wesen auf höchster ethischer Stufe möglich. Für den Durchschnitts-Birmanen, der einen allgemeinen Begriff von diesem „Gesetz der Tat” hat, ist Geben von fundamentaler Wichtigkeit, denn wenn es vom ersten Entschluß bis zur Rückerinnerung an den Akt des Gebens selbst „fehlerfrei” durchgeführt wird, so wirken sich die Kräfte dieses ethisch reinen Willens nicht nur im Hervorbringen einer zukünftigen, glücklicheren Lebensspanne aus, sondern sie sind die unerläßlichen Vorstufen zur Verwirklichung der endgültigen Befreiung vom Leiden. Zur fehlerfreien Durchführung gehören Sittenreinheit, Schulung des Geistes, Kenntnis des Gesetzes und ein würdiger Empfänger der Gabe. Der Buddha und die Gemeinschaft seiner ersten Schüler, die alle die höchste ethische Stufe erreicht hatten, sind die würdigsten Empfänger. Die heutige Gemeinschaft der Theravada-Mönche wird mit jener ersten identifiziert und bietet dem Birmanen die günstigste Möglichkeit (unter Anwendung des Gebens als Mittel) die großen fehlerfreien Willensmomente hervorzurufen. |
| 目次 | Synopsis 149 |
| ISSN | 00380377 (P); 18655106 (E) |
| 點閱次數 | 1 |
| 建檔日期 | 2025.02.05 |
| 更新日期 | 2025.02.13 |
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