Gabriele Goldfuß, wurde 1963 in Nürnberg geboren und studierte Philosophie, Sinologie und Theologie in Tübingen, Beijing und Paris. Sie wurde im Fachbereich Sinologie promoviert und war ab 1994 Dozentin an der Universität Leipzig. Seit 2001 ist sie Leiterin des Referates Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig und zuständig für das europäische und internationale Engagement der Stadt Leipzig, die Städtepartnerschaften und das Besuchsprogramm für ehemalige jüdische Leipziger und deren Nachfahren sowie die Betreuung dieses Netzwerkes.
摘要
Der taiwanesische Buddhismus unterlag im 20 Jahrhundert vielfältigen, tiefgrei-fenden Veränderungen. Eine der zahlreichen Wandlungen betrifft auch den zuneh-menden Frauentrend. Von den ungefähr 30.000 buddhistischen Nonnen und Mönchen sind mittlerweile mehr als zwei Drittel Frauen. Dieses Verhältnis ist nicht nureinmalig in der Geschichte des chinesischen Buddhismus, sondern auch in der Geschichte des Buddhismus überhaupt. Mit großem Selbstbewußtsein stellen die heutigen taiwanesischen Nonnen, die sich vorwiegend erst nach der Beendigung einerAusbildung ganz dem Buddhismus zuwenden, traditionelle Stereotype von der unter familiärem oder finanziellem Druck erfolgten Zufluchtnahme oder eigenerUnbildung in Frage. Im organisatorischen, karitativen und im Bildungsbereich gelingt es immer mehr Frauen, innerhalb der buddhistischen Gemeinschaft eigeneAkzente zu setzen und dabei auch Aspekte der Lehre neu zu deuten. Der Einfluß aufandere buddhistische Länder sowie die Wechselwirkung mit ihnen sind im Zugedieser Entwicklung unübersehbar.